Von alten Mustern und neuen Möglichkeiten - die ambulante autismusspezifische Therapie

Im Vordergrund unserer Arbeit stehen die Fähigkeiten, nicht die Defizite des Betroffenen. Die Therapiegestaltung orientiert sich daher an den Ressourcen sowie an der individuellen Entwicklungsgeschichte jedes Einzelnen.

 

In der Autismustherapie kommen verschiedene Therapieformen zum Einsatz. In meiner Praxis nutze ich vor allem folgende Ansätze:

  • Kommunikationsförderung,
  • Wahrnehmungsförderung,
  • Sensorische Integrationstherapie,
  • Verhaltenstherapie,
  • Sozialtraining,
  • Gruppenangebote.

 

Bei frühkindlichem Autismus steht oft der Abbau von selbstverletzenden bzw. fremdaggressiven Verhaltensweisen sowie der Aufbau von Arbeitsverhalten im Vordergrund. Durch Verhaltensmodifikation werden stereotype, ritualisierte, destruktive Verhaltensweisen abgebaut und Handlungskompetenzen erweitert.

 

Ein wichtiger Schwerpunkt ist der Sprachaufbau, sowie das Erlernen von alternativen Kommunikationsformen. Handzeichen, Gebärden, Bildkarten kommen dann zum Einsatz, wenn die gesprochene Sprache noch nicht möglich ist. Strukturierte Abläufe und vorhersehbare Therapieinhalte nach dem TEACCH-Programm helfen den Kindern, alternative Verhaltensmuster zu erlernen.

 

Bei Menschen mit dem Asperger Syndrom liegt der Schwerpunkt häufig auf der Erweiterung der Selbständigkeit. Auch hier orientieren sich die Therapieschwerpunkte am Klienten. Zumeist geht es um das Erlernen des sozialen Miteinander, dem Verstehen von Gestik und Mimik. Das Erarbeiten eines stabilen Selbstbildes sowie das Erlernen sozialer Normen und Werte ist in diesem Zusammenhang von grosser Wichtigkeit. Soziales Interaktionstraining hilft, Handlungsabläufe und -kompetenzen zu erlernen und anzuwenden.